Wiegenlieder

am Nachmittag

 

Auf dem Schoß seiner Mama singt Philipp auf Aramäisch
Auf dem Schoß seiner Mama singt Philipp auf Aramäisch

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Radiobericht  von der 3. Veranstaltung(16.02.2014)

 

http://www.stadtradio-goettingen.de/beitraege/soziales/wiegenlieder_am_nachmittag__in_friedland/index_ger.html

 

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„Ich bin begeistert“ flüsterte Maja ihrem Vater ins Ohr nach dem chinesischen Lied ihrer Mutter.
„Ich bin begeistert“ flüsterte Maja ihrem Vater ins Ohr nach dem chinesischen Lied ihrer Mutter.

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Bericht und Bilder von der Veranstaltung in Friedland

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„Wiegenlieder am Nachmittag“ in Friedland

 

Begegnung im Grenzdurchgangslager

In Arabisch, Aramäisch, Armenisch, Chaldäisch, Chinesisch und Deutsch erklangen die Lieder am Sonntagnachmittag den 16. Februar 2014 im Caritashaus, direkt gegenüber dem Grenzdurchgangslager in Friedland. Göttinger und Flüchtlinge gestalteten gemeinsam die Veranstaltung. Einige der Beteiligten haben zuvor intensiv geübt wie eine Frauengruppe aus Eritrea, die Armenische-Studenten-Schola unter der Leitung von Ishkan Sahinian, Chinesin Qiuxia Ye oder Thomas und Andreas Feichtinger für ihr Vater-Sohn-Duett. Dank der offenen und herzlichen Stimmung trauten sich mehrere Sängerinnen und Sänger aus Syrien und dem Irak, ihre traditionsvollen Lieder spontan vorzutragen.

 

Einige deutsche Besucher erlebten zum ersten Mal die Stärke und verbindende Kraft der arabischen Sprache. Es wurde spürbar wie über die Volks- und Kulturgrenzen hinaus ein gemeinsames Singen entstand. So wurde die als „Wiegenlieder am Nachmittag“ von unserem Projekt „Gute Hoffnung“ initiierte Begegnung eine Bereicherung für alle: Beim Singen und Zuhören der Lieder dürfen sich die Teilnehmer in die Zeit versetzen, wo sie noch in der vertrauten Umgebung gelebt haben. Die Begegnung mit Unbekannten auf Augenhöhe tat sowohl den Organisatoren als auch den Vielen, die hier ihre neue Heimat suchen, gut. Ängste sind dem Vertrauen gewichen, es konnten Werte, Glauben und Lebensweisheiten vermittelt werden, die zur gegenseitigen Achtung und Wertschätzung beitrugen. In den Gesprächen beim anschließenden Imbiss haben Namen und Schicksale jeweils ein Gesicht bekommen.

 

Für die Flüchtlinge ist Friedland heute der Ort ihres Neuanfangs – so wie vor vielen Jahrzehnten fürdie Vertriebenen. Sich ein Lied und ein Lächeln als Begrüßung zu schenken, können Mut und Freude für diese Zukunft stiften.

 

Am Montag nach dem Liedernachmittag fanden sich spontan einige der Besucher zur gleichen Zeit im Caritas Büro wieder: es hat ihnen so gut gefallen, dass sie spontan weitermachen wollten. Deshalb werden künftig in Friedland immer wieder Nachmittage dieser Art organisiert. Vielleicht gelingt es uns noch weitere Ideen umzusetzen. So sind bereits Angebote für Männer und Begegnungen mit Kindern in Vorbereitung, auch ein Malprojekt. Falls wir Unterstützer finden, könnten aus den Arbeiten auch Postkarten, Kalender etc. entstehen.

 

Vielleicht haben Sie Lust bekommen mitzumachen, mit welchen Talenten auch immer. Barbara Mallek als Projektkoordinatorin freut sich über Ihre Rückmeldung per Email gutehoffnung2013@yahoo.de 

oder an das Pfarrbüro St. Paulus

37073 Göttingen,  Wilhelm-Weber-Straße15.

Andreas & Thomas Feichtinger singen im Duett
Andreas & Thomas Feichtinger singen im Duett

 

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 Bilder von der  Veranstaltung

bei Lokolino 2014

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Am 1.-2. Februar 2014Präsentierten wir unser Projekt bei der

LOKOLINO  2014 Erlebnismesse

für Familie, Baby und Kind

in der

Lokhalle Göttingen

Bahnhofsallee 1b
37081 Göttingen

Gemeinsames Foto mit den Sängern  auf unserem Lokolino-Messestand
Gemeinsames Foto mit den Sängern auf unserem Lokolino-Messestand

 

 
Die Uraufführung: Dominik Friedrich singt sein Wiegenlied, das er vor wenigen Tagen geschrieben hat
Die Uraufführung auf der Lokolino-Bühne: Dominik Friedrich singt ein Wiegenlied, das er vor wenigen Tagen geschrieben hat

 

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Bericht und Bilder von der 1. Veranstaltung

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"Wiegenlieder am Nachmittag"

in Göttingen im St. Paulus-Saal 

 am 17.11.2014

 

Sie haben viele Namen: Wiegenlied, Schlaflied, Lulaby, Kolebanka... Jede Kultur kennt sie, die ersten Stufen in der Musikerziehung. Dem Herz und der Seele geben sie Wertvolles. Sie vermitteln Werte, geben den Glauben weiter, beruhigen und erleichtern das Einschlafen.

Am Sonntag den 17.11.2013 trafen sich um 15:30 Uhr 50 Personen im Saal von St. Paulus um die Tradition des Wiegenlieder-Singens wieder zu erwecken.

Beim Klang der zwei Harfen, des Flügels und auch a capella hörten sie 30 Lieder auf Deutsch, Ukrainisch, Arabisch, Finnisch, Armenisch, Russisch und Spanisch. Sogar ein afrikanisches Lied aus dem Repairtoir des Göttinger Knabenchors war unter ihnen. Gesungen haben Thomas Feichtinger (11Jahre), Xenia Tulchynsky (17), Annike Kleinert (18), Inna Tulchynsky, Daniela Banzhaf und Hacub Sahinian. Außerdem hat Inna Tulchynsky die Sängerinnen auf dem Flügel begleitet. Auf der Veehen-Harfe haben Ulla Rutschmann und Daniela Banzhaf gespielt.

Während der Pause gab es die Möglichkeit bei einem Buffet ins Gespräch zu kommen und sich auzutauschen.

Da haben wir erfahren, was die Lieder wem bedeuten. Im Herzen der Zuhörer wurde je nach Lebenserfahrung Verschiedenes bewegt: Erinnerungen aus der Kindheit, an die eigenen Kinder, Gedanken an das Enkelkind das bald geboren wird oder die Anregung bei den Puppenmamas, die zwei echte Wiegen oder den Puppenwagen im Rhythmus der Musik zu bewegen.

Aber nicht nur die Puppenmamas haben die Puppen angefasst. Nach der Pause war ein kleines Püppchen von Hand zu Hand unterwegs, nicht jeder wusste, dass es ein 1:1 Modell von einem 12 Wochen alten Ungeborenen war: Denn alles war dran, Kopf, Hand und sogar die Füße.

Nach ca. 2 Stunden haben wir uns von den Klängen der Lieder verabschiedet und einige sind uns im Ohr geblieben: Bekannte und vertraute Lieder, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden und international bekannt wurden, aber auch welche, die unbekannt geblieben sind. Wir freuen uns auf das nächste Treffen im Februar, die Sänger bereiten schon neue Lieder vor.

 

Quer 16.11.2014 .pdf
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